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Das Team vom Frauscher Hafen

Vom Bootsbauer zum maritimen Zentrum am Traunsee

Unsere Geschichte

Vom Bootsbauer zum maritimen Zentrum am Traunsee

Die Geschichte des Frauscher Hafens ist eng mit der Geschichte des Traunsees und der österreichischen Bootskultur verbunden. Was als kleine Bootswerft begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem umfassenden maritimen Zentrum entwickelt.

  1. 1945–1950

    Die Anfänge am Traunsee

    Der Frauscher Hafen in Gmunden ist seit 1945 ein bedeutender Bestandteil der Unternehmensgeschichte und bis heute ein zentraler Ort innerhalb der Frauscher Gruppe. Hier liegen die Wurzeln des Unternehmens am Traunsee, hier werden Boote getestet und präsentiert, und hier befindet sich heute das Hafenbüro mit Shop und Schauraum. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Werkstatt von Unternehmensgründer Engelbert Frauscher an der Alten Donau in Wien bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Während der amerikanischen Besatzungszeit in Gmunden suchte der Yachtclub einen erfahrenen Bootsbauer für die Wartung der beschlagnahmten Boote. Mit Engelbert Frauscher fand man den idealen Fachmann. Sein neuer Arbeits- und Wohnort wurde die ehemalige Werft im Gmundner Stadtteil Weyer – genau dort, wo sich heute der Frauscher Hafen befindet. Nach dem Abzug der amerikanischen Besatzung übernahm Engelbert Frauscher die Werft und legte damit den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens am Traunsee.

  2. 1950–1964

    Aufstieg durch Handwerk und Unternehmergeist

    In den frühen Jahren konzentrierte sich die Werft auf Reparaturen, den Bau von Ruderbooten und die Fertigung von O-Jollen. Einen wichtigen Wachstumsschub brachte die Übernahme einer Ruderbootvermietung, verbunden mit einem Startkredit für die weitere Entwicklung des Betriebs. Gemeinsam mit seinen Söhnen Ernst und Hans Frauscher entstand ein vielseitiges Angebot. Neben Bootsvermietung und Reparaturarbeiten wurden die ersten Holz-Elektroboote gebaut. Gleichzeitig entstanden eine Wasserschischule sowie die ersten Segelboote aus eigener Produktion. 1954 trat auch Hans Frauscher offiziell in den Familienbetrieb ein. Die Werft entwickelte sich zu einem florierenden Unternehmen. Neben Ruder- und Elektrobooten erweiterten die ersten Motorboote „Fish“ und „Starfish“ das Sortiment.

  3. 1964–1971

    Ausbau des Standorts Weyer

    Mit der Gründung einer erfolgreichen Segelschule durch Hans und Dorothea Frauscher sowie dem Bau eines zweiten Bootshauses erhielt der Standort 1964 weiteren Auftrieb. Das Angebot wurde um ein Verkaufsgeschäft für Segel- und Motorbootzubehör sowie Segelbekleidung erweitert. 1968 errichtete Ernst Frauscher direkt am See ein neues Gebäude mit Werkstatt, Werftbüro und einer Seglerpension. Der Standort entwickelte sich zunehmend zum Zentrum der Unternehmensaktivitäten am Traunsee.

  4. 1971–1979

    Beginn der Kunststoffboot-Ära

    Ein entscheidender Wendepunkt folgte 1971 mit der Entscheidung, Boote aus Polyester zu bauen. Gemeinsam mit erfahrenen Mitarbeitern begann Frauscher den Einstieg in eine neue Fertigungstechnologie und leitete damit eine neue Ära des Unternehmens ein. 1972 wurden die Betriebe der Brüder Ernst und Hans Frauscher zusammengeführt. Unter dem Namen „Ernst und Hans Frauscher OHG“ entstand ein modernes Familienunternehmen mit klarer Aufgabenverteilung zwischen Produktion, Finanzen und Vertrieb.

  5. Ende der 1970er-Jahre

    Vom Motorboot zum Elektroboot

    Das gesetzliche Motorbootverbot auf dem Traunsee stellte Ende der 1970er-Jahre eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig eröffnete es neue Chancen: Frauscher konzentrierte sich verstärkt auf die Entwicklung von Elektrobooten. Dank innovativer Antriebstechnologien und hoher Qualitätsstandards entwickelte sich das Frauscher Elektroboot zu einem großen Erfolg. In den folgenden Jahren wurden mehrere hundert Elektroboote in der 1976 neu errichteten Werft in Moosham gefertigt. Die Werft Moosham stellt heute das Winterlager des Frauscher Hafens dar und beherbergt die Reperaturabteilung.

  6. 1979–2002

    Internationale Erfolge im Segelsport

    Mit dem Erwerb der H-Boot-Lizenz vom finnischen Segelverband im Jahr 1979 gelang Frauscher ein weiterer Meilenstein. Mehr als 600 Boote wurden verkauft, und die Klasse entwickelte sich zu einem sportlichen Erfolgsmodell. 1982 gewann Hans Frauscher mit dem H-Boot den Weltmeistertitel. Sein Sohn Stefan wiederholte diesen Erfolg im Jahr 2002. Insgesamt konnten mit dem H-Boot vier Weltmeistertitel errungen werden – ein eindrucksvoller Beleg für die Kompetenz und Innovationskraft des Unternehmens.

  7. 1980–2001

    Entwicklung des modernen Frauscher Hafens

    Anfang der 1980er-Jahre wurde der Segelhafen Weyer grundlegend neu errichtet. Mit dem Bau des Gebäudes in der Traunsteinstraße 10 entstand 1988 ein modernes Zentrum mit Büro, Ausstellungshalle und Verkaufsgeschäft. Der Standort entwickelte sich zunehmend zum repräsentativen Aushängeschild des Unternehmens. Direkt nebenan befindet sich heute in der Traunsteinstraße 14 der Schauraum sowie das Hafenbüro.

  8. 2001–heute

    Neubeginn und Gegenwart

    Im Jahr 2001 wurde das gesamte Bootshaus durch einen verheerenden Brand zerstört. Rund 60 Boote fielen den Flammen zum Opfer. Bereits 2002 entstand an gleicher Stelle ein neues, modernes Bootshaus, das bis heute das Erscheinungsbild des Frauscher Hafens prägt. Mit einem weiteren Ausbau im Jahr 2015 wurde die Infrastruktur nochmals erweitert. Heute ist der Frauscher Hafen weit mehr als ein Yachthafen: Er ist Testzentrum, Treffpunkt für Kunden und Wassersportbegeisterte, Heimat des Frauscher Shops und zugleich ein lebendiger Ort, an dem die Geschichte des Unternehmens seit beinahe 100 Jahren fortgeschrieben wird.

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